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Ansicht von Toledo

ca. 1599–1600
On view at The Met Fifth Avenue in Gallery 619
Dieses Gemälde, El Grecos großartigste Landschaft, ist Teil einer künstlerischen Tradition symbolischer Stadtansichten. Wie bei El Grecos besten Porträts ist die Herangehensweise hier eher interpretierend als realistisch. Im Gemälde soll nicht die tatsächliche Erscheinung der Stadt, sondern vielmehr ihr Wesen eingefangen werden. Diese Teilansicht von Toledo vom Ostteil der Stadt vom Norden aus betrachtet hätte die Kathedrale nicht eingeschlossen, doch der Künstler setzte sie fantasievoll links neben den dominierenden Alcázar. Eine Gebäudekette folgt einem steilen Hügel hinunter zur römischen Brücke von Alcántara, und auf der anderen Seite des Tajo steht die Burg von San Servando. Das Bild war bis zu El Grecos Tod in seinem Atelier und wurde später vom Conde de Arcos erworben, einem bedeutenden Sammler, der mindestens sieben weitere Gemälde des Künstlers besaß.

Artwork Details

Object Information
  • Titel: Ansicht von Toledo
  • Künstler: El Greco (Domínikos Theotokópoulos), Griechenland, aktiv in Italien und Spanien, 1540/41–1614
  • Datum: ca. 1597–99
  • Medium: Öl auf Leinwand
  • Dimensionen: 121,3 x 108,6 cm
  • Anerkennung: H. O. Havemeyer Collection, Nachlass Mrs. H. O. Havemeyer, 1929
  • Akzession Nr.: 29.100.6
  • Curatorial Department: European Paintings

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125. El Greco, Blick auf Toledo

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Diese faszinierende Landschaft ist fast ohnegleichen im Schaffen des Künstlers, den wir als „den Griechen“ kennen, auf Spanisch El Greco. Er wurde auf Kreta geboren, wo er zunächst als Ikonenmaler lernte, Kultbilder für die orthodoxe Kirche zu malen. In Venedig wurde er später von der italienischen Malerei beeinflusst. Schließlich ließ er sich in der spanischen Stadt Toledo nieder. Dort schuf er um 1597 dieses Gemälde in seinem unverkennbaren Stil.

Auf den ersten Blick fällt in dieser Darstellung seiner Wahlheimat eine merkwürdige Erhabenheit auf — andere nannten es ein spirituelles Bild Toledos. El Greco zögerte nicht, die Architektur der Stadt, die auf einem Hügel über der alten römischen Brücke liegt, für seine Zwecke umzugestalten. In dem Gemälde hebt er die Kathedrale und die Festung Alcázar stärker hervor. Das Kloster links scheint auf einer Wolke zu schweben, und über allem symbolisiert der stürmische Himmel die Macht Gottes und der Natur. Der Maler legt einen Schatten über die Gebäude und taucht die Vegetation in ein grelles Grün. Die Art und Weise, wie Formen verschwimmen und sich winden, ist auch typisch für die Figuren El Grecos. Auch dafür finden Sie Beispiele in dieser außergewöhnlich schönen Sammlung seiner Werke, die wir hier in dieser Galerie zeigen können.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie diese Gemälde in den Besitz des Museums gelangt sind, drücken Sie bitte die Play-Taste. Andernfalls führt uns der Rundgang gleich zu einem anderen Maler: Rembrandt.

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