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Damaszener Zimmer

dated 1119 AH/1707 CE
On view at The Met Fifth Avenue in Gallery 461
Das Damaszener Zimmer stammt aus einem syrischen Oberklassehaushalt aus der osmanischen Zeit (1516–1918). Wie in islamischen Ländern Brauch, waren diese Räume dem Hausherrn und seinen Gästen vorbehalten. Das Vorzimmer enthält einen in den von buntem Marmor bedeckten Boden eingesetzten Springbrunnen. Die reich verzierten Holzpaneele, inklusive Fensterläden und Schranktüren, sind mit erhabenen Mustern, poetischen arabischen Inschriften und architektonischen Vignetten versehen. Die offenen Nischen wurden für Bücher und andere Gegenstände genutzt. Die hohen, in Stuck gefassten, Buntglasfenster ließen gedämmtes Licht hinein, während die unteren Fenstergitter frische Luft hereinließen.

Artwork Details

Object Information
  • Titel: Damaszener Zimmer
  • Datum: 1119 A.H./1707 n. Chr.
  • Geografie: Syrien, Damaskus
  • Medium: Holz, Marmor, Stuck, Glas, Perlmutt, Keramikkacheln, Stein, Eisen, Messing, Glasur und Bemalung, Gold
  • Dimensionen: 6,71 x 5,1 x 8 m
  • Anerkennung: Schenkung des Hagop Kevorkian Fund, 1970
  • Akzession Nr.: 1970.17
  • Curatorial Department: Islamic Art

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Cover Image for 130. Die Führung des Museumsdirektors, 2. Stock: Damaszener Zimmer

130. Die Führung des Museumsdirektors, 2. Stock: Damaszener Zimmer

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Dieser Wintersalon strahlt in jeder Hinsicht Komfort und Gastfreundschaft aus. Ein Torbogen und ein Springbrunnen heißen die Gäste willkommen, bevor sie im hinteren, leicht erhöhten Teil des Raums auf eingebauten Sitzbänken Platz nehmen können. Alle Oberflächen sind reich verziert — achten Sie nur auf die Decke, die Nischen und die Holztäfelung mit ihren Frucht- und Blumenreliefs und den lyrischen arabischen Inschriften. Dieser Raum hätte auf der anderen Seite eines Innenhofes ein Pendant in einem ähnlichen, aber luftigeren Sommersalon gehabt.

Dieses Interieur aus der syrischen Stadt Damaskus geht auf das Jahr 1707 zurück. Damaskus war damals ein regionales Handelszentrum, und diese Einrichtung vermittelt Ihnen einen Eindruck vom Wohnstil eines wohlhabenden Kaufmanns.

Zu jener Zeit war Damaskus Teil des von Istanbul aus regierten Osmanischen Reiches. Die Osmanen waren eine Großmacht, die oft mit europäischen Widersachern in Konflikt geriet. Erinnern Sie sich an die Monumentalgemälde von Tiepolo, die ich Ihnen vorhin gezeigt habe? Das waren Werke für den Palast einer venezianischen Familie, die etwa zu der Zeit, als dieser Raum entworfen wurde, an mehreren Feldzügen gegen die Osmanen beteiligt war. Unter den häufigen Auseinandersetzungen zwischen Morgen- und Abendland litt der Handel jedoch kaum; denken Sie nur an den türkischen Teppich im Gemälde des holländischen Künstlers Vermeer zurück.

Unser nächster Stopp führt uns wieder nach Westen und zeitlich vorwärts, in das Paris des 19. Jahrhunderts. Gehen Sie bitte durch diese Galerien zurück und wenden Sie sich nach links und noch einmal nach links.

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