Jaina Svetambara Tirthankara in Meditation

first half of the 11th century
On view at The Met Fifth Avenue in Gallery 241
Im Mittelpunkt der täglichen religiösen Pflichten des Jainismus steht die Verehrung des Bildes der Jina, der konzeptuellen Basis des panindischen Ideals des yogischen Asketen. Diese alte Praktik, die in den Veden (den ältesten hinduistischen Texten) gefeiert wird, steht für die Aneignung spiritueller Weisheit in Kombination mit dem Streben nach fortgeschrittenen Meditationsformen und dem Verzicht auf materielle Annehmlichkeiten. Im Jainismus werden die 24 befreiten Seelen, die diesen erhabenen Zustand erreicht haben, als Tirthankaras (Furtüberquerer) verehrt. Dieser auf einem edelsteinbesetzten Thron sitzende Jina-Tirthankara, sollte wahrscheinlich Mahavira darstellen, den historischen Gründer des Jainismus und fast Zeitgenossen Buddha Shakyamunis im 5. Jhd. v. Chr.

Artwork Details

Object Information
  • Titel: Jaina Svetambara Tirthankara in Meditation
  • Zeitraum: Solanki-Zeit
  • Datum: Erste Hälfte d. 11. Jhds.
  • Geografie: Indien, Gujarat oder Rajasthan
  • Medium: Marmor
  • Dimensionen: H: 99 cm
  • Anerkennung: Neuerwerb, Schenkung von Florence und Herbert Irving 1992
  • Akzession Nr.: 1992.131
  • Curatorial Department: Asian Art

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7980. Architektonisches Ensemble einer Jain-Versammlungshalle

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SPRECHER: Diese Sitzfigur sieht auf den ersten Blick wie ein Buddha aus; es handelt sich hier jedoch um Tirthankara, der zur jainistischen Religion gehört. Dem Jainismus zufolge gab es 24 Tirthankaras. Ein Tirthankara ist ein sogenannter „Furtbereiter“ und vermittelt wie Buddha zwischen der materiellen und der spirituellen Welt. Sowohl Tirthankaras als auch Buddhas werden häufig wie hier meditierend in der Yoga-Haltung dargestellt. Das Symbol auf der Brust dieser Figur – ein Zeichen für Glück – ist jedoch typisch für Tirthankaras. Auch der weiße Marmor dieser Statue ist bedeutungsvoll: Er stammt aus Gujarat, dem Zentrum des Jainismus, und wird in vielen bedeutenden Monumenten des Jainismus verwendet. Jainistische Skulpturen wirken eher zurückhaltend. Die Tirthankara-Figuren sind nach außen passiv mit möglichst wenig Stoffen dargestellt, um den Betrachter nicht unnötig vom Wesentlichen abzulenken. Manche jainistische Figuren sind blockartig und vereinfacht. Hier sehen wir hingegen weiche Formen und fließende Übergänge zwischen den Körperteilen. Jainismus und Buddhismus entstanden etwa zur selben Zeit und haben vieles gemeinsam. Der Jainismus strebt nach einer Loslösung aus dem endlosen Zyklus der Wiedergeburt durch eine Klärung von Körper und Geist, wobei auf besondere Disziplin und Askese Wert gelegt wird. Vielleicht haben Sie bereits die eindrucksvolle Holzkuppel über und hinter dieser Skulptur bemerkt. Diese stammt aus einer jainistischen Versammlungshalle des späten 15. Jahrhunderts. Wenn Sie mehr darüber hören möchten, treten Sie bitte zur Seite der Figur und geben dann die Nummer 7980 ein.

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