La Orana Maria, (Gegrüßet seist Du, Maria)

1891
On view at The Met Fifth Avenue in Gallery 825
Bevor er mit einer Reihe von Bildern, inspiriert von polynesischen religiösen Ansichten, begann, widmete Gauguin sein erstes großes tahitisches Leinwandgemälde dem christlichen Thema, wie er in einem Brief im März 1892 beschrieb: „Ein Engel mit gelben Flügeln zeigt Maria und Jesus, beide Tahitier, zwei tahitischen Frauen, Akte gekleidet in Pareus, einer Art Stofftuch, das mit Blumenmuster bedruckt ist und um die Hüfte gewickelt wird. Sehr düsterer, bergiger Hintergrund und blühende Bäume." Der Titel dieses Werks bezieht sich auf die ersten Worte des Engels Gabriel an die Jungfrau Maria bei der Verkündung; "Ia orana" ist die übliche Begrüßung auf Tahiti.

Artwork Details

Object Information
  • Titel: La Orana Maria, (Gegrüßet seist Du, Maria)
  • Künstler: Paul Gauguin, Frankreich, 1848–1903
  • Datum: 1891
  • Medium: Öl auf Leinwand
  • Dimensionen: 113,7 x 87,6 cm
  • Anerkennung: Nachlass Sam A. Lewisohn, 1951
  • Akzession Nr.: 51.112.2
  • Curatorial Department: European Paintings

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6009. La Orana Maria, (Gegrüßet seist Du, Maria)

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SUSAN STEIN: Dies ist das erste große Gemälde, das Gauguin auf Tahiti gemalt hat. Der Titel, „La Orana Maria“, wurde vom Künstler selbst unten eingefügt. Es handelt sich um die ersten Worte, mit denen der Erzengel Gabriel die Jungfrau Maria anspricht, im lokalen Dialekt:„Gegrüßt seist du, Maria“.

KEITH CHRISTIANSEN: Obgleich Gauguin hier ein christliches Thema behandelt, hält er sich nur teilweise an etablierte Normen: Die Heiligenscheine von Mutter und Kind, zum Beispiel, und die von Blattwerk teilweise verdeckte Engelsfigur links.

SUSAN STEIN: Alles andere in diesem Bild, einschließlich des Titels, entspricht der tahitischen Formensprache.

KEITH CHRISTIANSEN: In einem Brief aus dem Jahre 1892 beschreibt Gauguin sein Gemälde:

SUSAN STEIN: „Ein Engel mit gelben Flügeln zeigt Maria und Jesus, beide Tahitier, zwei tahitischen Frauen, Akte gekleidet in Pareus, einer Art Stofftuch, das mit Blumenmuster bedruckt ist und um die Hüfte gewickelt wird. Sehr düsterer, bergiger Hintergrund und blühende Bäume, ein dunkler, violetter Pfad, ein smaragdgrüner Vordergrund mit Bananen links. Ich bin sehr zufrieden damit.“

Gaugauin wollte mit diesem Gemälde Eindruck erwecken, vielleicht sogar schockieren. Er zeigt einen perfekten Blick auf tropische Pracht, mit Kokospalmen, Malven, weiteren roten Blumen und reichlich Obst, darunter Brotfrucht sowie gelbe und wilde rote Bananen, eine Delikatesse. Der westliche Betrachter sieht unweigerlich ein Paradies und die erstaunliche Kombination mit einem ungewöhnlich ausgeführten biblischen Thema.

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