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125. El Greco, Blick auf Toledo
Diese faszinierende Landschaft ist fast ohnegleichen im Schaffen des Künstlers, den wir als „den Griechen“ kennen, auf Spanisch El Greco. Er wurde auf Kreta geboren, wo er zunächst als Ikonenmaler lernte, Kultbilder für die orthodoxe Kirche zu malen. In Venedig wurde er später von der italienischen Malerei beeinflusst. Schließlich ließ er sich in der spanischen Stadt Toledo nieder. Dort schuf er um 1597 dieses Gemälde in seinem unverkennbaren Stil.
Auf den ersten Blick fällt in dieser Darstellung seiner Wahlheimat eine merkwürdige Erhabenheit auf — andere nannten es ein spirituelles Bild Toledos. El Greco zögerte nicht, die Architektur der Stadt, die auf einem Hügel über der alten römischen Brücke liegt, für seine Zwecke umzugestalten. In dem Gemälde hebt er die Kathedrale und die Festung Alcázar stärker hervor. Das Kloster links scheint auf einer Wolke zu schweben, und über allem symbolisiert der stürmische Himmel die Macht Gottes und der Natur. Der Maler legt einen Schatten über die Gebäude und taucht die Vegetation in ein grelles Grün. Die Art und Weise, wie Formen verschwimmen und sich winden, ist auch typisch für die Figuren El Grecos. Auch dafür finden Sie Beispiele in dieser außergewöhnlich schönen Sammlung seiner Werke, die wir hier in dieser Galerie zeigen können.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie diese Gemälde in den Besitz des Museums gelangt sind, drücken Sie bitte die Play-Taste. Andernfalls führt uns der Rundgang gleich zu einem anderen Maler: Rembrandt.