Mihrab
Artwork Details
- Titel: Mihrab
- Datum: 755 A.H./1354–55 n. Chr.
- Geografie: Iran, Isfahan
- Medium: Mosaik polychrom glasierter zugeschnittener Kacheln auf Steinpastekörper in Mörtel
- Dimensionen: H: 3,43 x 2,89 m
- Anerkennung: Harris Brisbane Dick Fund, 1939
- Akzession Nr.: 39.2
- Curatorial Department: Islamic Art
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129. Die Führung des Museumsdirektors, 2. Stock: Mihrab
Gallery 455
Diese Galerien sind der Kunst aus den arabischen Ländern, der Türkei, dem Iran, aus Zentralasien und dem neuzeitlichen Südasien gewidmet. In all diesen Gebieten war der Islam die Hauptreligion und ist es in der Regel auch heute noch; aber trotz der gemeinsamen Glaubensrichtung unterscheiden sich diese Gebiete in historischer und künstlerischer Hinsicht.
Diese kunstvoll verzierte Nische wurde 1354 im Iran geschaffen. Die Kacheln weisen komplizierte geometrische Muster in vielen glänzenden Blautönen auf und demonstrieren Keramikkunst auf höchstem Niveau. Am äußeren Rand der Nische befindet sich ein Zitat aus dem Koran, dem heiligen Buch des Islams. Drei verschiedene Schriftformen wurden in dieser Nische verwendet — in allen islamischen Traditionen ist die Kalligraphie eine äußerst wichtige Kunstgattung.
Gebetsnischen fungieren als Ausrichtungspunkt im Gebetsritual. Dieser Mihrab, wie er im Arabischen genannt wird, befand sich einmal in der Moschee eines theologischen Seminars und ist so ausgerichtet, dass die Gläubigen beim Gebet nach Mekka gewandt sind. Die Stadt Mekka in Saudi-Arabien war der Geburtsort des Propheten Mohammed, dessen Lehren den Islam begründeten.
Nach dem Tod Mohammeds im Jahre 632 setzten seine Anhänger die Verbreitung seiner Lehren fort und verstärkten ihren Einfluss. Der Islam wurde in aller Welt propagiert — nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in Anatolien, im Iran, in Nordafrika, in Spanien und später auch in Zentral- und Südasien. Diese Galerien legen Zeugnis von der erstaunlichen Vielfalt der Kunst aus diesen Regionen ab — durch Miniaturgemälde, emaillierte Gläser und prächtige Teppiche. Um diese lichtempfindlichen Objekte zu schützen, werden die Exponate alle paar Monate ausgewechselt.
Unser nächster Stopp ist der Damaskus-Salon, nicht weit von hier.
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