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Im Lapin Agile

1905
On view at The Met Fifth Avenue in Gallery 823
Für seine ikonenhafte Illustration des Künstlerlebens in Paris entlieh Picasso Elemente aus den allgegenwärtigen Plakaten seines frühen Idols Henri de Toulouse-Lautrec. Das Bild sollte das Interieur des Kabaretts am Montmartre schmücken, das als dessen Kulisse dient und war die einzige Arbeit Picassos, die in Paris von 1905 bis 1912 dauerhaft ausgestellt wurde. Picasso bildete sich selbst als Harlequin ab, sein vielleicht erster Auftritt in der Verkleidung eines Alter Egos, das er für den Rest seines Lebens aufrechterhalten würde. An seiner Seite befindet sich Germaine (Laure Gargallo) und hinter dem Paar erscheint der Besitzer des Lapin Agiles, Frédé Gérard.

Artwork Details

Object Information
  • Titel: Im Lapin Agile
  • Künstler: Pablo Picasso, Spanier, 1881–1973
  • Datum: 1905
  • Medium: Öl auf Leinwand
  • Dimensionen: 99,1 x 100,3 cm
  • Anerkennung: The Walter H. and Leonore Annenberg Collection, Schenkung von Walter H. und Leonore Annenberg, 1992, aus dem Nachlass von Walter H. Annenberg 2002
  • Akzession Nr.: 1992.391
  • Curatorial Department: Modern and Contemporary Art

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6388. Im Lapin Agile

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SPRECHER: Als Pablo Picasso 1905 dieses Bild für Frédé Gérard malte, war er erst 24 Jahre alt. Der allgemein als Frédé bekannte Mann war der charismatische Eigentümer des Lapin Agile, einem bei der Boheme beliebten Pariser Nachtlokal. Er selbst ist als Gitarrenspieler mit auf dem Bild. Kurator Asher Miller.

ASHER MILLER: Die Werke von Picasso hatten damals noch keinen besonderen Wert. Und es ist möglich, dass Frédé das Bild im Tausch für Mahlzeiten in Auftrag gegeben hatte. Im Gegensatz zur sonst üblichen Beziehung zwischen Künstler und Mäzen setzte Picasso Frédé klein in den Hintergrund und plazierte sein eigenes Antlitz auffällig in den Vordergrund. Zwischen seiner Entstehung 1905 und dem Verkauf durch Frédé Gérard 1912 war es das einzige Bild von Picasso, das in Paris ständig zu sehen war.

SPRECHER: Picasso stellt sich hier als Harlekin dar, einer im italienischen Theater beliebten und für seine Lebendigkeit bekannten Figur.

ASHER MILLER: Außerdem portraitiert Picasso im Bild eine ehemalige Geliebte, Germaine Pichot. Als Picasso mit seinem engen Freund Carlos Casagemas 1900 zum ersten Mal nach Paris kam, hatte Casagemas sich in Germaine verliebt. Er hatte das Gefühl, von ihr abgewiesen zu werden, wurde verzweifelt und beging schließlich 1901 Selbstmord. Dieser Tod ging Picasso noch Jahrzehntlang nach. Daher sehen wir Germaine hier als Femme Fatale. Das Gemälde wurde unglaublich schnell und konzentriert gemalt, wahrscheinlich ohne Unterbrechung an einem einzigen Tag. Picasso hatte den Figuren in diesem Bild zuerst blaue Umrisslinien verliehen und dadurch einen Kontrast zu den Brauntönen im Hintergrund hergestellt, bevor er die Figuren selbst malte. Dabei behielt er die grundierte Leinwand, um die Blässe und den Halbwelt-Status von Germaine hervorzuheben.

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